Sagenumwoben und sportlich vielseitig
Wandern, Walking und mehr
Mit herrlichen Landschaften, zahllosen Naturdenkmälern und reichem kulturellem Erbe verführt Sachsen-Anhalt zum Wandern. Einmalige Erlebnisse bieten Touren durch Weinberge, Bachtäler und Steilhänge mit spektakulären Ausblicken. Auf fast 100 Kilometern liegt dem Wanderer die natürliche Schönheit des Harzes mit schroffen Granitklippen, knorrigen Bergfichten, nebeligen Mooren und murmelnden Bachtälern zu Füßen. Genießen Sie die klare Bergluft, die Ruhe der Wälder und den Duft blühender Bergwiesen bei einer Wanderung:
- auf dem Harzer Hexenstieg
- auf dem Selketal-Stieg
- auf dem Karstwanderweg
- auf der Heide-Biber-Tour
- durch das Bodetal
- durch das Ilsetal
- durch den Nationalpark Harz
- durch den Naturpark Harz
- am Grünen Band entlang
Als Erinnerung und Lohn für jeden erwanderten Kilometer – ob anspruchsvolle Touren oder entspannte Wanderspaziergänge – gibt es attraktive Wanderabzeichen in unterschiedlichen Leistungsstufen mit der Harzer Wandernadel. In einem Wanderpass werden Stempel für die Wanderabzeichen gesammelt. An unterschiedlichen Stempelstellen, quer durch den Harz, kann fleißig für die Wanderkaiserkrone gestempelt werden.
Das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ legt deutschlandweite Standards für Wanderwege fest. In Sachsen-Anhalt tragen neben dem Harzer-Hexen-Stieg und dem Karstwanderweg im Südharz auch die Heide-Biber-Tour in der Dübener Heide das Prädikat. Aber auch der schöne Norden Sachsen-Anhalts begeistert Wanderfreunde mit fast 700 Kilometern Wanderwegen, die zusammen die Altmärker Wandernester bilden.
Egal, ob bei einer Wanderung durch das sagenumwobene Selketal oder entlang der Harzer-Hexen-Stieges – Kraft tanken und die Seele baumeln lassen in den schönsten Landstrichen – ein Ausflug in Sachsen-Anhalts Naturreich macht den Urlaub zum Erlebnis.
Auf der Heide-Biber-Tour von Bad Düben nach Bad Schmiedeberg wechseln sich Wald und offene Heidelandschaft ab. Mit viel Glück kann man Biberspuren, z.B. Biberburgen und abgenagte Baumstümpfe im Hammerbachtal entdecken. Neben einer reizvollen Natur und Landschaft, ein natürlich verzweigter Bachlauf durchzieht das Hammerbachtal, bietet der Wanderweg aber auch in kultureller Hinsicht Interessantes:
So streift die Route zum Beispiel die in der Dübener Heide letzte produzierende Köhlerei am Eisenhammer. Sehenswert sind auch die Kurparks in Bad Düben und Bad Schmiedeberg, das Landschaftsmuseum der Dübener Heide auf der Burg Düben oder das Wasserschloß Reinharz mit seinem wunderschönen Landschaftspark . Einen weiten Blick über die Dübener Heide ermöglicht, nach dem Aufstieg, der 100-Jährige Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm im Stadtwald bei Bad Schmiedeberg.
Der Naturpark Harz ist im Bezug auf die Flora eine der artenreichsten Regionen Deutschlands, was neben den verschiedenen Höhenlagen (von den Flussniederungen im Harzvorland bis zur Baumgrenze im Oberharz) insbesondere auf die unterschiedlichen klimatischen Einflüsse (atlantische im Westen und kontinentale im Osten) zurückzuführen ist. Entsprechend weist auch die Tierwelt einen hohen Artenreichtum auf. Typische Vertreter sind Wildkatze, Feuersalamander, Wasseramsel, Gebirgsstelze oder der „Logovogel“ des Naturparks: der Rauhfußkauz. Im Naturpark befinden sich UNESCO–Welterbestätten wie der Rammelsberg bei Goslar oder der historische Stadtkern von Quedlinburg.
Der schönste Weg zum Brocken: Durch das Ilsetal im Nationalpark Hochharz und vorbei am Ilsestein und den Ilsefällen. Die Region um Ilsenburg ist mit fast 350 km Wanderwegen rund um den Brocken eine einmalige Naturlandschaft, in der Sie auf Auerhähne, Feuersalamander und sogar Waschbären treffen können. Eine besondere Attraktion im Ilsetal sind die kaskadenartigen Ilsefälle. Außerdem überragen zahlreiche hohe Felsklippen wie die Paternosterklippe und der Ilsestein das Tal.
Von der Rappbodetalsperre bis nach Thale auf dem Spuren der Hexen: Das wildromantische Bodetal garantiert einzigartige Naturerlebnisse. Von Altenbrak aus folgen Sie den Spuren der Hexen durch das wildromantische Bodetal zur Rosstrappe und zum Hexentanzplatz. Sie wandern flußaufwärts durch romantische Wälder zur größten Talsperre des Harzes, der Rappbodetalsperre und erklimmen den 1142 Meter hohen Gipfel des Brocken. Am Wegesrand können Sie die Rübeländer Tropfsteinhöhlen oder Schaubergwerke besichtigen. Mittelalterlichen Fachwerkstädte Wernigerode und Quedlinburg sind ebenfalls einen Besuch wert.
Die Karstlandschaft im Südharz ist einzigartig: Höhlen, Erdfälle, Dolinen, Felsen, Bachschwinden, Karstquellen und -kegel verdanken ihre Entstehung den natürlichen unterirdischen Gipsvorkommen. Durch deren Auswaschung bildet sich das typische Hügelland. Von Förste in Niedersachsen bis nach Pölsfeld in Sachsen-Anhalt erschließt der Karstwanderweg über 250 Kilometer diese Landschaft der Gegensätze. Besonders sehenswert: die Heimkehle, 1357 erstmals urkundlich erwähnt, liegt zwischen Rottleberode und Uftrungen und ist als eine der beiden größten Gipshöhlen in Deutschland für Besucher geöffnet.
Der Nationalpark erstreckt sich vom Südrand des Mittelgebirges bei Herzberg über die Hochlagen bis zum Nordrand bei Ilsenburg. Er Ist Teil des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000". Mitten in Deutschland gelegen, schützt der 24.700 Hektar große Nationalpark eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft mit urigen Bergfichtenwäldern, schroffen Felsen, unberührten Mooren, tiefen Tälern und Schluchten. Luchse streifen hier durch das Revier. Auf den Gipfel des sagenumwobenen Brockens, die mit 1.141 Metern die höchste Erhebung Norddeutschlands, führen abwechslungsreiche Wanderwege. Gemütlicher geht es mit der Brockenbahn. Wer die Natur rund um den mythen- und artenreichen Berg auf besondere Weise erkunden will, schließt sich einer von Rangern geführten Tour an.
In drei Bundesländern Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt erwarten den fleißigen Wanderer und Naturliebhaber insgesamt 222 Stempelstellen für die HARZER WANDERNADEL. Zahlreiche Tourismus- und Kureinrichtungen bieten den offiziellen Wanderpass gegen eine Schutzgebühr an. Ob Aussichtspunkt, Burgruine oder Naturdenkmal - ambitionierte Wanderer, aber auch Familien und rüstige Wanderfreunde können hier die Stempel als sichtbaren Beweis für ihre Leistung mit nach Hause nehmen.
Der Harzer-Hexen-Stieg ein einzigartiges Naturerlebnis, das mehrfach ausgezeichnet wurde – unter anderem als „Deutschlands schönster Wanderweg 2008“ und „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" (zertifiziert nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes).
Der Wanderweg gehört zu den „Toptrails of Germany – den zwölf schönsten deutschen Wanderwegen“. Und außerdem ist er besonders familienfreundlich! Die beste Wanderzeit ist von April bis Oktober, aber auch an anderen Tagen lohnt sich eine Wanderung auf verhexten Spuren.
Allerdings: Je nach Schneelage können in den Wintermonaten einige Passagen schwer oder auch gar nicht begehbar sein.
- Harzer Hexenstieg
- Harzinfo - Harzer Tourismusverband
- Harzclub - betreut den Hexenstieg
Das Selketal führt vom Quellgebiet unterhalb des Ortes Stiege über Albrechtshaus, Güntersberge, Straßberg, Alexisbad und Mägdesprung nach Meisdorf, vorbei an geschichtsträchtigen Orten und einem traumhaften Bergsee. Auf 67 Kilometern führt er bis zur UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg. Das Wahrzeichen des Weges, die Silhouette der Burg Falkenstein, dient der Beschilderung und weist dem Wanderer den Weg. Entlang der Selke führt der Selketal-Stieg durch unberührte Waldlandschaften sowie teilweise über schmale Serpentinenwege. Ein Geheimtipp ist der traumhafte Bergsee Güntersberge, der an der Wanderstrecke liegt. Auch ein Besuch der romanischen Burg Falkenstein lohnt. Wer von Meisdorf bis Mägdesprung wandert, kann unterwegs ein Stück mit der Selketalbahn fahren.
Grünes Band
Das Grüne Band Deutschland ist ein Naturschutzprojekt mehrerer deutscher Bundesländer, darunter Sachsen-Anhalt. Im Schatten der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfaltete sich eine einzigartige Natur. Vom Aussterben bedrohte Tierarten fanden hier einen Rückzugsraum. Das Projekt „Erlebnis Grünes Band“ widmet sich dem Ziel, das Gebiet als historisches Denkmal und Naturjuwel für nachfolgende Generationen zu erhalten. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das Grüne Band in Sachsen-Anhalt zu erkunden.
Weitere interessante Seiten:
Hinweis: mit diesen Links verlassen Sie unser Angebot.
Aktivtage Saale-Unstrut
Mehr als 30 ein- bis dreitägige Ausflugsangebote stehen vom 29. April bis zum 8. Mai bei den Aktivtagen Saale-Unstrut zur Auswahl. Die Landschaft der Weinregion Saale-Unstrut im Süden Sachsen-Anhalts kann zu Fuß, mit dem Kanu oder im Fahrradsattel erkundet werden. Angeboten werden zum Beispiel kombinierte Kanu-Radtouren mit Zwischenstopp am Himmelswege-Besucherzentrum „Arche Nebra“ und Winzervesper sowie Jodelwanderungen mit Jodelkurs für Anfänger und Fortgeschrittene.
Eine nächtliche Fackelwanderung von der Burg Saaleck zur Rudelsburg steht ebenso auf dem Programm wie eine geführte Frühlingswanderung von Naumburg nach Bad Kösen. Höhepunkt der Aktivtage ist die Salinesternfahrt am 8. Mai mit acht Sternwanderrouten und Rahmenprogramm am Gradierwerk Bad Kösen.
Infos: Saale-Unstrut-Tourismus e.V., Tel. + (49) 3445 233790, www.saale-unstrut-tourismus.de




